Schottland ist ein Land voller Schönheit und beeindruckender Landschaften. Doch es sind die Menschen mit ihrer Freundlichkeit, dem Humor und der unbändigen Lebenslust, die zu dem besonderen Reiz dieses Landes beisteuern. Aber auch kulturell mit den weltberühmten Museumsausstellungen in den Städten Glasgow und Edinburgh sowie musikalisch hat Schottland eine Menge zu bieten.

Unser Urlaub beginnt mit der Anreise nach Amsterdam. Über Stuttgart- Frankfurt und Köln haben wir unser Ziel nach ca. 8 Stunden erreicht. In Amsterdam angekommen gehen wir an Bord einer Fähre zur Überfahrt nach Newcastle. Das besondere hier: Wir übernachten heute auf unserem schwimmenden Hotel inklusive Abendessen. Für einige aus der Gruppe war dies nichts neues. Sie kannten das Prozedere auf so einer Fähre schon. Für den Rest jedoch, inklusive mir, war es das erste mal so eine Überfahrt zu erleben. Umso aufregender war der Beginn unserer Reise… Nach dem Kabinenbezug ging es auch gleich zum Abendessen. Am Buffet konnte man sich reichhaltig bedienen. Zwischen kalten und warmen Fleisch-, Fisch- und vegetarischen Spezialitäten, sowie vielseitigen Beilagen mit Salat konnte man auswählen.

Newcastle

Der zweite Tag unserer Rundreise begann mit dem Frühstücksbuffet an Bord. Es umfasste geräucherten Lachs, Schinken, Käse, Leberpastete, Roastbeef, Hering und Marmelade, Eier, Speck und vieles mehr. Eins war sicher: Keiner wird die Fähre hungrig verlassen. In Newcastle angekommen, stiegen wir in unseren Bus um und die Fahrt ging weiter Richtung Edinburgh. Die Freude im Bus war groß auf alles was noch kommt. In Edinburgh angekommen lernten wir zunächst mal unsere Reiseleitung kennen die uns ab Tag 2 bis Tag 8 begleiten wird. Anschließend lernten wir eine der schönsten Europäischen Städte kennen. Edinburgh versprüht Geschichte an jeder Ecke. Überragt von der mittelalterlichen Burg und durchzogen von engen Gassen, gleicht die schottische Hauptstadt weniger einer Erinnerung an die Vergangenheit, als vielmehr einer lebendigen Vision vergangener Jahrhunderte. Mit knapp einer halben Million Einwohner, aber etwa 3,5 Millionen Besuchern jährlich, gehört die Stadt am Firth of Forth im Osten Schottlands zu einem der beliebtesten Touristenziele des Königreichs. Anschließen fuhren wir weiter in den Raum Falkirk, wo wir im Hotel übernachten.

Glasgow

An Tag 3 stand Glasgow – die schottische Hafenstadt – auf dem Programm. Unser Fahrer Klaus Müller war bereits einige male mit seinem Bus und Echle Gästen in Schottland und kannt sich dementsprechend gut aus. Bereits auf der Hinfahrt erzählte er uns viel Wissenwertes über Land und Leute. Mit einem Fahrer in ein Land zu reisen, dass man selbst noch nicht kennt und der durch seine langjährige Erfahrung bestens vorbereitet ist, erhöht natürlich das Maß am Wohlfühlfaktor. Nun zurück nach Glasgow, der zweitgrößten Stadt Schottlands. Sie ist bekannt für seine Kultur, Musikszene, Architektur und sein Design. Glasgow liegt keine Autostunde von den berühmten schottischen Highlands entfernt und eignet sich daher bestens als Ausgangspunkt für unseren nächsten Ausflug- dem im Trossachs Nationalpark gelegenen Loch Lomond und das prachtvolle Inveraray Castle, dass von üppig angelegten Parkanlagen umgeben ist. Die Fahrt geht weiter nach Ballachulish. Hier wohnen wir für die nächsten 4 Nächte.

Inveraray Castle

Tag 4 und unser heutiger Ausflug führt uns zur Insel Skye im Westen Schottlands. Sie bietet wilde Kulissen. Per Fähre erreichen wir die größte Insel der Inneren Hebriden. Sanfte Hügel, bizarre Gebirgsketten, Buchten und Strände… Ich kenne bisher keinen anderen Ort, an dem so viele unterschiedliche Landschaften zu sehen sind. Die Insel ist freilich ein Gesamtkunstwerk und für mich bisher das schönste was ich gesehen habe. Über die Brücke von Kyleakin verlassen wir die Isle of Skye wieder. Auf dem Rückweg machen wir noch einen kurzen Halt an der berühmten Burg Eilean Donan Castle. Sie ist Filmkulisse für viele Kinohits wie auch James Bond…

Isle of Skye

Der 5. Tag. Das Frühstück im Hotel war wie jeden Tag bereits für mich ein kleines Highlight. Wenn man gerne isst, und wer tut das nicht, ist so ein schottisches Frühstück genau das richtige. Es ist zumeist deftig. Neben Rührei, Würstchen und Speck aus gebratenen Pilzen, gegrillten Tomaten und gebackenen Bohnen. Wer sich traut, kostet dazu die schottische Blutwurst, Black Pudding und das Nationalgericht Haggis. Gut gestärkt und mit vollem Bauch führt unser Weg heute zum wohl bekanntesten Einwohner Schottlands – dem Ungeheuer Loch Ness. Im Anschluss darauf stand die nördlichste Stadt Großbritanniens – Iverness – auf dem Programm. Unser Fahrer Klaus erzählte bereits auf der Fahrt dahin das uns eine Mischung aus Kultur, Geschichte, Architektur und beispielloser Landschaft erwartet… Dort angekommen konnte ich mich seinen Worten nur anschließen. Was mich wirklich fasziniert hat, sind die verborgenen Schätze zwischen den modernen Häusern wie z.B. das Rathaus oder ganz versteckt – der Victorian Market, der 1870 erbaut wurde. Außen kaum zu erkennen, ist er innen eine wunderschöne Ansammlung bunter Ladenzeilen, beleuchtet von edlen Laternen mit reichlichen Verzierungen.

Loch Ness

Tag 6. Der Tag startet mit viel Sonnenschein und einem kräftigen Frühstück, diesmal auch für mich. Ich bevorzuge eher den Joghurt mit Obst und Müsli aber heute gönnte ich mir auch ein deftiges Frühstück mit Ei und Speck. Schließlich stand heute eine 2-stündige Anfahrt nach Blair Castle und Pitlochry auf unserem Tagesprogramm. Schnell noch kurz meinen Rucksack gepackt und schon ging die Fahrt auch los. Blair Castle gehört zu den bekanntesten Schlössern in Schottland. Es war die letzte Anlage der britischen Inseln, welche besetzt war. Das Schloss besteht aus 32 komplett eingerichteten Räumen. In diesen kann man große Waffensammlungen und Jagdtrophäen, Kunstgegenstände und allerlei, vom Murray Clan über die Jahrhunderte gesammelte Dinge betrachten. Weiter fahren wir nach Pitlochry zu einer bekannten Whiskey Destillerie. Wer Whiskey mag, wird das hier lieben. Man bekommt Einblicke in die Geschichte der Destillerie und Whiskey Herstellung. Zurück im Hotel war auch wieder Zeit fürs Abendessen. Heute das letzte mal, dass wir was im Hotel einnehmen, da es morgen wieder auf die Fähre geht. Kurz und knapp: Das Essen fällt reichhaltig aus. Ob zum Frühstück oder Abendessen, es waren alle Gäste mehr als bedient und es findet sich für jeden Geschmack etwas. Wir ließen den letzten Abend im Hotel noch bei einem Glas Rotwein gemütlich ausklingen.

Nach dem Frühstück wurde unser Gepäck in den Bus verladen und es war Zeit sich von Schottland zu verabschieden, jedoch nicht ohne der Heiratsschmiede in Gretna Green einen Besuch abgestattet zu haben. Ein Dorf in Südschottland an der Grenze zu England. Hier heirateten heimlich Paare, die laut Gesetz zu Jung für den Bund des Lebens waren. Noch heute ist Gretna Green einer der beliebtesten Hochzeitsorte der Welt. Auf unserer Weiterfahrt fahren wir ein Stück durch die romantische Landschaft des Lake Districts. Zum größten britischen Nationalpark gehört der wunderschöne und zugleich längste englische See Lake Windermere. Weiter geht es nach Newcastle. Unser Fährschiff wartet bereits zur Überfahrt nach Amsterdam. Abendessen und Übernachtung auf der Fähre.

Nach dem englischen Frühstücksbuffet an Bord verlassen wir unser schwimmendes Hotel. Als alle festen Boden unter den Füßen berühren und Fahrer Klaus das Gepäck verladen hat, stand der Heimreise nichts mehr im Weg. Für mich war es ohnehin eines der schönsten Reisen. Ein großes Dankeschön gilt auch dem Fahrer Klaus Müller. Mit seiner kompetenten, humorvollen Art, rundete er die Tour perfekt ab.

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2 Responses

  1. Herzlichen Dank für den tollen Bericht über Schottland. Immerhin war ich „nur“ 6x mit Klaus dort, und ich würde auch ein 7. Mal mit von der Partie sein. In Gedanken war ich wirklich ein 7. Mal heute in Schottland unterwegs!

    Klaus lernte ich bei meiner 1. Flugreise auf Irland kennen, und ich war mehrfach auch in Italien mit ihm, aber auch mit anderen Busfahrern, unterwegs. Busreisen führten mich u. a. nach Rügen, Masuren, Molveno, Saas Fee u. a. Flugreisen waren Sizilien, Apulien, Amalfiküste und Korsika je 3x.
    Auch die jeweiligen Reiseleiter sind erwähnenswert und gaben sich große Mühe, ihr tolles Wissen an uns Reisende weiterzugeben.

    Ich danke für so viele tolle Reisen.

    Ich bin glücklich, dass ich so viele Reisen mit Ihrer Firma unternehmen konnte. Durch diese Reisen habe ich etliche neue Bekanntschaften knüpfen können, mit denen ich in lockerem Telefonkontakt stehe.

    Für Ihr vorbildliches
    Für Ihr Unternehmen wünsche ich, dass bald wieder „normale Zeiten“ herrschen mögen.

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